Ingrid`s Rezept

Sterz Tage beim Krutzler

Der Sterz ist nichts anderes als der uralte Brei des Körndl- und Bergbauern - nur sagt in Österreich dazu niemand Brei, sondern Koch, Mus, Sterz oder Plenten (Plente - ist ein gekochter Maismehlbrei). Die gekochten Breispeisen können kochtechnisch mit Milch oder Wasser angerührt bzw. überbrüht und dann erst in heißem Fett geröstet bzw. gegart werden. Meistens werden sie dann noch gut "geschmälzt" d.h., der Sterz wird zum Schluß mit heißer Butter oder Schweineschmalz übergossen. Man macht auch in der Mitte eine Vertiefung, in die man ein Stück Butter geben kann. Verwendet wurden und werden alle Getreidearten. Wie die Hirse - Prein, Hafer und Gerste, Kukuruz - Mais (von den Türken her eingeführt) - Polenta (vom italienischen). Bei uns im Südburgenland der Heidensterz - Buchweizengrieß oder Bohnen-, Häfer-, Grumbirn- (Erdäpfel-) Sterz bekannt. Der Sterz muss locker sein, darf aber trotzdem, nicht bei den Ohren herausstauben. Er muss fett genug sein! Einen Sterz richtig zubereiten zu können, galt früher für die Güte einer Köchin.

Kochen Sie es nach und senden Sie uns Ihre Sterz Genussfotos zu.

Gutes Gelingen, Ihre Ingrid vom Genussgasthof beim Krutzler

Heidensterz:

Zutaten für 4 Portionen: 300 g Heidenmehl (Buchweizenmehl), 1 L Wasser, Salz, 120 g Schweineschmalz, 80 g würfelig geschnittener Selchspeck - dies werden Grammeln.

Zubereitung:

In das siedende, gesalzene Wasser gibt man 60 g Schweineschmalz und lässt das Heidenmehl rasch einlaufen, ohne es zu verrühren, damit sich ein Knödel bilden kann, den man zugedectke 10-12 Minuten Kochen lässt. Dann dreht man diesen Knödel um, zerstößt ihn mit dem Kochlöffel und lässt ihn noch ein paar Minuten kochen. In einer Pfanne lässst man das restliche Schweineschmalz recht heiß werden, gibt den zerdrückten Knödel hinein, zerreißt mit der Gabel die größeren Brocken, gießt das Salzwasser nach und lässt den Sterz im Rohr trocken dünsten. Dabei zerkleinert man mit der Gabel die sich bildenden größeren Brocken. Vor dem Anrichten schüttet man die heißen Grammeln der ausgelassenen Speckwürfel darauf. Den Sterz kann man zur Rindsuppe oder mit saurer Milch oder auch mit einem Salat anrichten.

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